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STUMM 2009/2010

Text und Regie: Martin Leutgeb

Co-Regie: Dieter Meier

Musik: Andreas Puhl, Amby Schillo

Choreographie: Ellen Kärcher

Vocal-Coach: Francesco Cottone

Uraufführung: 21. August 2009

 

Wir schreiben das Jahr 1886. Karl-Ferdinand Stumm feiert seinen 50. Geburtstag. Nach dem Tod seines Vaters erbte er als kleiner Junge das Stahlimperium. Dieses baute er weiter aus und wurde so zu einem der größten Industriebarone. Er führte sein Werk mit starker Hand, war aber auch eng mit den Mitarbeitern verbunden, da er selbst in der Hammerschmiede gelernt hatte.

Stumm war ein bedeutender Mann im Kaiserreich. Er hatte enge Kontakte zu Reichskanzler Bismarck und strebte eine politische Karriere an. Das Musical erzählt die Geschichte der Neunkircher Montanindustrie. Die Arbeiter, die unzufrieden mit ihren Bedingungen sind, protestieren gegen ihren Arbeitgeber. Männer müssen bei Stumm eine Heiratserlaubnis einholen. Das Leben ist anstrengend zu Stumms Zeiten. Auch die Liebe spielt eine große Rolle. Da ist der Tagelöhner, der ohne Erlaubnis die Frau heiratet, die er liebt und die schwanger von ihm ist. Weiter gibt es Bertinchen, die Tochter von Stumm, die ihren Freund Jacques liebt, der nur als einfacher Arbeiterjunge lebt. Bei einem Grubenunglück wird Jacques verschüttet. Er war unter Tage, weil er sein eigenes Geld verdienen wollte, um Bertinchen das Leben zu ermöglichen, das sie verdient. Nachdem viele Tote aus der Grube geborgen wurden, gelingt es, Jacques leicht verletzt zu bergen.

Karl-Ferdinand Stumm – eiskalter Machtmensch und Industrieller oder fürsorglicher Firmenvater und Familienoberhaupt? Der Zuschauer kann sich darüber sein eigenes Bild schaffen.